Datenblatt (PDF-Version)
BÜSSING BS 110 V
Kilometerstand bei Übernahme
359.000 (lt. Tacho)
Vorbesitzer
BÜSSING Automobilwerke (Vorführbus);
Privatfirmen Lkr. Dachau und München
Motortyp
BÜSSING U 10 D (5-Zyliner)
Höchstgeschwindigkeit
76 km/h
Getriebe
ZF 4-Gang Synchron
Fahrgestellnummer
277 50 70
Ein Standardbus der ersten Stunde
Rein äußerlich sieht er eigentlich noch gar nicht so alt aus – denn bis Anfang der 90er-Jahre war der „Standard-Linienbus der 1. Generation“, ein nach den Richtlinien des Verbandes öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV) von verschiedenen Herstellern gefertigter Stadtbus, durchaus noch bei zahlreichen Verkehrsbetrieben im Einsatz. Inzwischen ist diese Bauform allerdings von der Bildfläche verschwunden.
Bei dem OCM-Museumsbus handelt es sich um eine absolute Rarität, nämlich um einen ganz frühen Vertreter der Bauart „Standard-Linienbus“ sowie um den letzten BÜSSING-Omnibus, der im MVV eingesetzt wurde. BÜSSING, ein traditionsreicher Bushersteller aus Braunschweig, ging ab 1971 schrittweise an MAN über. Es ist somit einer der letzten ohne MAN-Einfluss gebauten BÜSSING-Omnibusse. Außerdem dürfte es sich um den allerletzten BÜSSING-Vorführbus handeln, den es je gegeben hat. Nach einigen Einsätzen zu Testzwecken bei verschiedenen Busbetrieben wurde er 1973 an eine Privatfirma im Landkreis Dachau verkauft und wechselte 1979 abermals seinen Besitzer, als er an ein Unternehmen in Unterhaching bei München verkauft wurde. Dort blieb er bis 1987 im Einsatz und wurde zumeist im Auftrag der Regionalverkehr Oberbayern GmbH im MVV eingesetzt. Aber auch im Münchner Stadtverkehr kam dieser Bus im Auftrag der Stadtwerke München – Verkehrsbetriebe zum Einsatz.
Im Jahre 1987 wurde der Wagen nach seiner Ausmusterung vom OCM übernommen und in den Museumsbestand aufgenommen.